Matthäus 5,3-7

Die Seligpreisungen (1)

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Bergpredigt
Selig die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich. (Mt 5,3)

An erster Stelle steht die Seligpreisung der Armen, derer die "arm sind vor Gott" oder wie eine andere verbreitet Übersetzung lautet "arm sind im Geist". Als ich überlegt habe, welches Motiv ich für die erste Seligpreisung verwenden könnte, kam mir die Idee mit der offenen Tür. Die Armut als Tor zum Himmelreich. Was aber meint dieses "arm sein im Geist"? Im griechischen Urtext steht für Geist Pneuma. Pneuma bezeichnet oft die göttliche Kraft. Daher kann man unter den Armen im Geist auch die verstehen, die Gottes Kraft nicht mehr erfahren, die in Gottesferne leben. Gerade auch diesen Menschen, die von den Frommen wenig beachtet werden, wendet sich Gott in besonderer Weise zu und gibt ihnen eine neue Möglichkeit, sich als von Gott Geliebte zu erfahren.
Die arm sind vor Gott, das meint diejenigen, die nicht wie die Schriftgelehrten und Frommen eine buchstabentreue Kenntnis und Befolgung des Gesetzes vorweisen können, die sich aber gerade in ihrer geistig - geistlichen Unkenntnis viel mehr darauf verlassen, durch ein aufrichtiges Leben das zu tun, was Gott will. Diesen Armen im Geist wird das Himmelreich verheißen. Das Himmelreich, von dem Jesus spricht, ist keine Vertröstung auf eine jenseitige Welt. Mit dem Auftreten Jesu ist es im Hier und Jetzt - wenn auch noch verborgen - gegenwärtig. Es wird sichtbar in den Menschen, die Jesu Worte mit ihrem Leben in die Tat umsetzen.
Jesus selbst hat uns ein Beispiel der Armut gegeben, indem er sich der Fülle seiner Gottheit entäußert und die Armut menschlichen Daseins angenommen hat. Aus Liebe wurde er arm, um uns so mit seiner Fülle zu beschenken. Jede christliche Form von Armut ist somit eine Annäherung an diese Armut Christi, die in seiner Selbstentäußerung besteht. Diese Form der Armut ist kein Selbstzweck und geht über die materielle Armut hinaus, sie bedeutet, dass man sich lossagt von falschen Anhänglichkeiten an die Dinge dieser Welt. Eine so verstandene Armut ist vor allem auch Demut. Durch diese Armut erlangt der Mensch die Freiheit, die nötig ist, um mit Gott verbunden zu sein und sich ganz den Menschen zu schenken.
Zugleich aber wäre es falsch, die Armut nur spirituell zu sehen. Armut ist zu allen Zeiten konkret und es ist eine Herausforderung an uns Christen und an alle Menschen, denen zu helfen, die unter Armut leiden. Hier kann das Schenken aus der eigenen Fülle konkret werden. Woran hänge ich, was bin ich bereit zu geben? Wenn wir uns hierbei unserer doch so oft vorhandenen Kleinlichkeit bewusst sind, können wir vielleicht ermessen, welch großes Geschenk Gott uns gemacht hat, was er, der reich war, aufgegeben hat, um uns Arme reich zu machen.

Viele freilich sind wenig geachtet, ohne dass sie das bejahen, sondern einzig aufgrund ihres Schicksals. Das wird nicht gelobt, vielmehr werden diejenigen seliggepriesen, die freiwillig demütig werden. Der Herr beginnt gerade damit, weil er mit dem Hochmut die Wurzel aller Bosheit ausreißen will. Gegen den Hochmut setzt er die Demut als sicheres Fundament. Ist solche als ein sicherer Grund gelegt, dann kann man darüber aufbauen. Wird das Fundament zerstört, fällt alles, was du an Gutem gesammelt hast. (Johannes Chrysostomus)

Auch wenn Matthäus im Vergleich zu Lukas die soziale Komponente in der Rede Jesu auf den ersten Blick abschwächt, haben auch bei ihm die ersten Worte der Rede Jesu eine gewaltige Sprengkraft. Bei Lukas heißt es in der Parallelstelle bei der "Feldrede" Jesu ganz konkret: "Selig die Armen." Matthäus fügt hinzu "im Geiste". Ihm geht es also nicht so sehr um die materielle Armut, sondern man erkennt hier wie auch in anderen Seligpreisungen, dass er aus den Notfällen bereits Tugenden macht.
Doch sind bei Matthäus ebenso wie bei Lukas die Menschen, die Jesus seligpreist, nicht diejenigen, die Macht und Einfluss haben und bereit sind, ihre Macht mit Gewalt durchzusetzen. Es sind auch nicht diejenigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit und Frömmigkeit überzeugt sind. Selig sind vielmehr diejenigen, die sich von Gott beschenken lassen, die Gottes Gerechtigkeit suchen und bereit sind, Barmherzigkeit zu üben, auch wenn sie dafür Schmähungen und Verfolgungen ertragen müssen. Somit wird deutlich, dass Menschen sich die Teilhabe an der Wirklichkeit Gottes, die das Himmelreich ist, nicht aus eigener Kraft und Vollkommenheit nehmen können. Sie bleibt ein Geschenk, das Gott bereit ist allen zu geben, die sich öffnen für sein Wirken, die um ihre Armut wissen, und bereit sind, sich von Gott beschenken zu lassen.

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Bergpredigt
Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. (Mt 5,4)

Trauer kann vielfältige Formen haben, sie kann Trauer um den Verlust eines lieben Menschen sein. Menschen leiden aber oft auch an den konkreten Verhältnissen, in denen sie leben. Unter den Zuhörern Jesu waren sicher viele, die kaum das Nötigste zum Leben hatten und Unterdrückung und Ausbeutung am eigenen Leib erfahren mussten. Sie alle dürfen darauf hoffen, dass es jemanden gibt, der sie ernst nimmt mit ihren Sorgen und Nöten und sie nicht mit leeren Worten vertröstet. Auch wenn es oft nicht so scheint, ist in jeder Lage ein Ausweg möglich. Gottes Zusage gibt Hoffnung und macht Mut, einen neuen Anfang zu wagen.
In der frühen Auslegung sah man in den Trauernden vor allem diejenigen, die über ihre Sünden trauern. Ihnen wird versprochen, Trost zu finden.

Und selbst wenn es für jene, die ihre Sünden beweinen, schon genügend Wohltat wäre, sich der Vergebung zu erfreuen, so beschränkt der Herr seine Vergeltung nicht auf die Nachlassung der Sünden, sondern lässt diese Menschen an vielerlei Tröstungen teilhaben, in dieser und in der kommenden Welt. Denn wenn Gott vergilt, ist er immer weit großzügiger als es den Mühen des Menschen entspricht. (Johannes Chrysostomus)

Wie bei der vorangegangenen Seligpreisung der Armen, sollten wir uns auch hier davor hüten, Trauer nur in einem spirituellen Sinn zu sehen. Wie es verschiedene Formen von Armut gibt, so gibt es auch verschiedene Formen der Trauer. Jesu Aussagen sind immer konkret und daher meint er jede Form von Trauer, die über unser eigenes Versagen, über uns angetanes Unrecht oder über einen schmerzlichen Verlust. All diese Formen der Trauer sind "gottgewollt" und wenn wir ihnen im Vertrauen auf Gottes Hilfe Zeit und Raum in unserem Leben gewähren, wird Gottes Trost erfahrbar.
Jesus selbst hat das Leid und Trauer auf sich genommen. Er wusste, dass zum menschlichen Leben nicht nur die Freude gehört, sondern ebenso das Leid. Wer nur die Freude sieht, ist in Gefahr, oberflächlich zu werden. Wer auch Leid erfahren hat, dringt leichter in die Tiefe und überlässt sich eher hoffend und vertrauend Gott. Aber doch hat Jesus nie die Trauer und das Leid verherrlicht. Sie gehören zum Leben. Man soll sie annehmen, aber nicht suchen.
Doch wie kommt Jesus dann dazu, die Trauernden selig zu preisen, sie ob ihrer Trauer zu beglückwünschen? Wie kann er das tun, ohne dass es für die Trauernden unpassend, stillos wirkt oder als leere Vertröstung auf die Zukunft? Ist Trauer nicht vielmehr etwas, das nicht sein sollte, nicht sein darf? Jesus stellt hier wie so oft unser alltägliches Empfinden auf den Kopf. Jesus will uns sagen, dass mit seinem Wirken das Himmelreich bereits angebrochen ist. Jesus nimmt den Menschen ihre Not und beseitigt damit die Ursache ihrer Trauer. Wer einen Grund zur Trauer hat, bekommt damit zugleich die Möglichkeit geschenkt, Gottes Trost auf eine neue, überwältigende Weise zu erfahren. Dieser Trost Gottes aber ist es, der die Menschen selig, glücklich macht.
Das ist alles schön gesagt, aber erfahren wir das auch? Zeigt uns unsere Erfahrung nicht viel mehr, dass es auch nach der angebrochenen Gottesherrschaft, nach der Auferstehung Jesu und nach der Sendung des Heiligen Geistes viel Trauer und viel Trauernde gibt? Die Wende zum Heil hat offensichtlich nicht zu einem Dauerzustand des Getröstet-Seins unter den Gläubigen geführt. Welchen Sinn hat also diese Seligpreisung der Trauernden noch für die Glaubenden, für uns heute? Es genügt nicht, zu sagen, es war einmal so zur Zeit Jesu und wird nach unserem Tod wieder so sein, dass Gott die Trauernden trösten wird. Dieser Trost muss vielmehr auch jetzt und heute konkret erfahrbar sein.
Die Seligpreisung der Trauernden ist in sich schon eine frohmachende Botschaft, weil sie im Trauern selbst ein Verhalten sieht, das den Keim der Gottesherrschaft in sich trägt und aus dem das Heil dieser Gottesherrschaft mitten in der Zeit zu einer trostspendenden Frucht heranreifen kann. Die Trauer selbst ist ein Teil des Reiches Gottes. Aber wie ist das möglich? Trauer tut doch weh, sie ist eine Herausforderung. Oft wird sie unterdrückt, wir scheuen uns davor, Trauer öffentlich zu zeigen.
Wenn wir aber Trauer zeigen können, so ist dies ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche. Wo wir dem Drang nach Erinnerung, nach Erzählen und Mitteilen, nach Verstehen und Aufarbeiten nachgeben, da kann Trauer ungemein lösend wirken, da führt sie uns behutsam zum Loslassen-Können, zum Versöhntwerden, zum Annehmen des Geschehenen, ja zu neuem Lebensmut und zu neuen Anfängen. Selig, wer so trauern kann, denn er wird darin dem tröstenden Gott begegnen!

Selig die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben. (Mt 5,5)

Jesus preist die selig, die keine Gewalt anwenden, wir können sie auch die Sanftmütigen nennen. Mit Sanftmut meint Jesus sicher kein kriecherisches Duckmäusertum. Nach dem griechischen Urtext könnte man die Sanftmütigen auch mit "die Stillgemachten" übersetzen, dann sind es Menschen, die von anderen zum Stillhalten gezwungen werden. Wenn wir die Verheißung im Blick haben, dass diese das Land erben werden, so kann man in dieser Seligpreisung eine soziale Sprengkraft entdecken. Gerade die Ausgebeuteten und Entrechteten werden wieder ihr eigenes Land bekommen.

Ein Sanftmütiger ist doch, so meint man, bereit, all das Seine zu verlieren. Und ihm verheißt der Herr das Gegenteil; er sagt nämlich, dass jemand, der nicht unverschämt und rücksichtslos ist, seine Habe in Beständigkeit besitzen wird. Wer aber rücksichtslos ist, verliert des Öfteren sein Erbe und das Leben mit dazu. (Johannes Chrysostomus)

Im Alten Testament wird dem Volk Israel das Gelobte Land von Gott als Eigentum verheißen. Die Bedingung dafür, dass Israel im gelobten Land wohnen darf ist, dass es sich an Gottes Gebote hält. Den Anhängern Jesu, die aus allen Völkern kommen werden, ist das Gelobte Land nicht mehr genug. Jesus verheißt ihnen die ganze Welt als Eigentum.
Gerade die Sanftmütigen werden das Land erwerben. Jesus will keine gewaltsamen Eroberungen in seinem Namen, die es in der Kirchengeschichte immer wieder gegeben hat. Jesus lehrt uns aber in dieser Seligpreisung auch keine Methode gewaltlosen Widerstands, sondern es geht um eine innere Haltung. Diese Haltung hat mit Schwäche nichts zu tun, sie fordert vielmehr ein großes Maß an innerer Kraft, wie wir an Jesus selbst sehen.
Aber wie können Christen dann überleben, wenn wir uns nicht verteidigen dürfen? Genau diese Frage zeigt das Paradoxon in Jesu Worten, mit dem er uns immer wieder herausfordert. Die Aufforderung an uns ist, ehrlich und authentisch im Vertrauen auf Gott zu leben, dann wird Gott dafür sorgen, dass Gerechtigkeit herrscht. Gerechtigkeit entsteht, wo Menschen füreinander Sorge tragen. Das ist unsere Aufgabe. So entsteht eine gerechte Welt. Die Durchsetzung des eigenen Rechts aber erzeugt Ungerechtigkeit.
Wir können uns vorstellen, wie die Zuhörer Jesu gesagt haben: das kann doch nicht sein. Wenn wir nicht kämpfen, sondern sanftmütig sind, wie sollen wir dann zu unserem Recht kommen? Wenn wir nicht so fromm werden wie die Gesetzeslehrer es uns beibringen, wie sollen wir dann je in das Reich Gottes kommen? Jesus weiß es besser. Er wollte den Menschen damals und will auch uns heute Mut machen, zu uns selbst zu stehen, bewusst zu leben und so die Erfüllung unseres Lebens zu finden.

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Bergpredigt
Selig die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden. (Mt 5,6)

Gerechtigkeit haben wir nötig wie das tägliche Brot. Wer täglich unter Ungerechtigkeiten leiden muss, der verkümmert wie einer, der nichts zu Essen und zu Trinken hat. Hunger und Durst sind aber auch konkrete Folgen von Ungerechtigkeit. Jeder Reichtum eines Menschen stürzt viele andere in Armut. Es gibt keine Rechtfertigung für den Reichtum. Wer aber wegen der Ungerechtigkeit dieser Welt Hunger und Durst leiden muss, der ist glücklich zu preisen.
Doch, so fragen wir, was hat der Hungernde und Dürstende von dieser Seligpreisung? Ist sie nicht ein Hohn? Nun können doch die Reichen erst recht voller Spott sagen: Dann ist es doch gut, dass wir unseren Reichtum genießen, wenn der Hungernde und Dürstende dafür das Glück bei Gott bekommt. Auch 2000 Jahre nach der Bergpredigt ist es doch immer noch so, dass es den Reichen gut geht und die Armen unglücklich sind.
Und doch liegt in den Worten Jesu eine Kraft, die den Hungernden und Dürstenden zusagt, dass ihre Situation nicht unumkehrbar ist. Aber was heißt satt werden konkret? So zu werden wie die Reichen? Das wünschen sich ja die viele. Gerade darum ist diese Seligpreisung Jesu eine Herausforderung sowohl für dir Satten als auch für die Hungernden.
Jeder Mensch hat die gleiche Würde, aber jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten. Gerechtigkeit entsteht nicht, indem alles gleich gemacht wird und alle gleich behandelt werden. Gerechtigkeit entsteht, wo ein Mensch den anderen achtet und sich nicht über andere erhebt. Gerechtigkeit gibt dem andern, was recht ist und zwar dauerhaft und unverlierbar. Wer viele Fähigkeiten hat, soll den nicht verachten, der es nicht so weit gebracht hat wie er. Wenn die Menschen verschiedener Schichten und Klassen sich nicht gegeneinander abgrenzen, sondern miteinander leben und teilen, was sie haben, dann können alle satt und glücklich werden und die Gerechtigkeit blüht auf.
Wie konkret der Hunger nach Gerechtigkeit sein kann, zeigt uns ein Gebet aus Lateinamerika:

Gott, wir danken dir für Brot.
Wir bitten dich um Brot für die,
die hungern müssen.
Wir bitten dich um Hunger nach Gerechtigkeit
für die, die Brot haben.
Gott, wir danken Dir für Brot. Amen.
Selig die Barmherzigen, denn die werden Erbarmen finden. (Mt 5,7)

Barmherzigkeit ist einer der Wesenszüge des Lebens Jesu Christi und damit auch eine grundlegende Herausforderung an uns alle, die wir uns Christen nennen. Barmherzigkeit bedeutet, einem anderen zu geben, was er braucht, ohne selbst eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Doch Jesus sagt uns, dass eine solche Barmherzigkeit nicht ins Leere geht, wer selbstlose Barmherzigkeit übt, wird diese auch selbst erfahren.
Versuchen wir das einmal in unserem Alltag zu üben. Wenn ich verbissen durchs Leben gehe, werde ich nur selten einen freundlichen Blick von anderen bekommen. Es kann passieren, dass ich mich rastlos abmühe, und am Ende doch nichts in Händen halte. Wenn ich aber freundlich bin, mir Zeit lasse, aufmerksam für andere bin und anderen auch nur eine kleine Hilfe oder ein Lächeln schenke, wird das Leben auch für mich ein Stück heller werden. Wenn ich bereit bin, etwas zu schenken, bekomme auch ich irgendwo etwas davon zurück und wenn ich bereit bin, anderen zu vergeben, wird auch mir diese Vergebung geschenkt.
Ein Beispiel für die Barmherzigkeit ist das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Geh und handle genauso! Das sagt Jesus einem jeden von uns. Es ist oft schwer, dazu bereit zu sein, meine Pläne zu unterbrechen für einen Menschen, der meine Hilfe braucht. Ich muss es immer wieder lernen, jeden Tag neu. Schauen wir auf das Beispiel, das Jesus uns gegeben hat. Erinnern wir uns stets daran, es gibt auch auf meinem Weg immer wieder Menschen, die unter die Räuber gefallen sind und die darauf warten, dass ich und niemand anderer ihnen Hilfe schenke. Das ist meine Berufung und Verantwortung für diese Welt.

Der gütige Gott segne uns mit seiner Barmherzigkeit,
damit wir seine Liebe bezeugen.
Er segne uns mit seinem Erbarmen,
damit wir unsere Herzen öffnen und unsere Hände reichen.
Er wende uns sein Angesicht zu,
damit wir in den Notleidenden sein Antlitz erkennen.
Er lasse sein Angesicht über uns leuchten,
damit wir im Licht seiner Güte auf andere zugehen.