Offenbarung 13,1-20,15

Gottes Sieg und Gericht

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Das zwölfte Kapitel der Offenbarung endet mit dem Satz:

Und der Drache trat an den Strand des Meeres. (Offb 12,18)

Das Meer galt im Alten Testament generell als lebensfeindlich. In Kapitel 21 werden wir sehen, dass in der neuen Welt Gottes kein Platz mehr sein wird für dieses bedrohliche Weltmeer. Aus dem Meer aber steigen zwei Tiere hervor. Nun wird der Kampf des Satans konkret. Mit diesen zwei Tieren, den Lügenpropheten, bringt der Satan seine gottwidrige Botschaft über die Menschheit. Viele lassen sich verführen. Aber auch Gott sammelt seine Getreuen unter der Führung des Lammes vom Zion her.
Gottes Engel schwärmen aus, um der Erde Gottes Botschaft zu bringen. Alle Menschen können sie hören. Alle haben noch einmal die Möglichkeit, sich zu bekehren. keiner wird sagen können, er habe nichts von Gott gewusst, wenn der Menschensohn kommt, um die Welt zu richten, um ihre Trauben zu ernten und die Kelter des Zornes Gottes zu treten.
Mit den sieben letzten Plagen kommt noch einmal eine große Not über die Welt. Doch die Menschen verstehen nicht den Sinn, dass Gott ihnen damit eine letzte Warnung zur Umkehr geben will.

Vielmehr verfluchten die Menschen Gott wegen dieser Plage; denn die Plage war über die Maßen groß. (Offb 16,21)

In zwei Kapiteln (17 und 18) wird das Gericht über die Hure Babylon geschildert. Diese Stadt steht symbolisch für den Inbegriff des Bösen, für alle Unzucht und für alle Gräuel, die Menschen je begangen haben, für den Kampf gegen die Heiligen Gottes, von deren Blut sie trunken ist. Sie ist das Gegenbild der Frau, die den Messias geboren hat, der Mutter der Kinder Gottes. Die ganze Welt klagt über den Untergang Babylons, aber ihre Vernichtung bedeutet die Bezwingung der letzten Bastion der gottfeindlichen Mächte und macht den Weg frei für Gottes Sieg.
Jubel ertönt im Himmel und ein Kämpfer zieht vom Himmel aus, um gegen das Tier und seinen Propheten und gegen deren Verbündete zu kämpfen. Das Tier und sein Prophet werden in den See von brennendem Schwefel geworfen, alle aber, die sich mit ihm verbündet hatten, werden mit dem Schwert getötet und von den Vögeln gefressen.
Doch noch ist der Satan nicht endgültig vernichtet, er ist nur gebannt und es beginnt eine tausendjährige Herrschaft der Heiligen Gottes. Danach kommt es zu einem letzten Kampf, wenn sich noch einmal alle gottfeindlichen Mächte verbünden, um gegen die Heiligen Gottes zu Kämpfen. Doch er ist bald beendet und der Satan wird in den See von brennendem Schwefel geworfen. Dann wird Gericht gehalten über alle Toten. Wer nicht im Buch des Lebens eingetragen ist, wird in den Feuersee geworfen. Was aber die Heiligen Gottes erwartet, das schildern die letzten beiden Kapitel.